Schöne Veranstaltung: Der Steirische Sängerbunf hat zwölf ausgezeichnete gemischte Chöre der Steiermark ins Mumuth in Graz geladen und unter dem Titel "Styria Cantat" gab es ein Chorkonzert mit 14 Werken zeitgenössischer Komponisten. Der Chor Mondo Musicale brachte sogar zwei Uraufführungen - und zwar von Bernhard Lang und Gerhard E. Winkler.(Grazer, 07.11.2010)
GRAZ. Mit großer intuitiver Sicherheit erfasste der Landeschorleiter Ernst Wedam genau die richtigen Tempi, um Händels „Messias“ (Teile I und III) in der Mariahilferkirche prachtvoll zu entfalten. Die ausgezeichneten Chöre „mondo musicale“ und die Vokalakademie Styria (Einstudierung Markus Zwitter) waren umso geschmeidigere Erfüllungsgehilfen. Das erlesene Vokalquartett (Christina Stegmaier, Sopran; Rudolf Brunnhuber, Altus; Martin Fournier, Tenor und Alexander Puhrer, Bass) konnte auch rhetorisch prägnant gestalten, worauf es Wedam ankam: Verzicht auf vordergründige Dramatik. Auch das präzise Orchester „novantik austria“ entwickelte unter Wedams Führung große Strahlkraft.(Herbert Schranz, Kleine Zeitung 12.12.2008)
Eines der bedeutendsten und - dank des "Hallelujah" - berühmtesten Werke des Barock kam in der Grazer Mariahilferkirche zur Aufführung. Die Chöre mondo musicale und Vokalakademie Styria sowie das Orchester "novantik austria" gaben unter Ernst Wedam die Teile I und III von Händels "Messiah". Erst im Juni 2008 fusionierten Markus Zwitter und Ernst Wedam den Chor "VIA-ADA" sowie den "Steirischen Projektchor" zur Vokalakademie Styria. Unter den organisatori- schen Fittichen, von "tensions"-Chef Georg Ertl wurde nun der erste Zyklus aus der Taufe gehoben, der mit Brahms deutschem Requiem begann und im kommenden Jahr mit einem Mendelssohn-Schwerpunkt fortgesetzt werden soll. Im zweiten Konzert des Zyklus befassten sich Chor- und Orchester auf ansprechende Weise mit dem ersten und dritten Teil aus Händels so monumental wie unkonventionell angelegtem Oratorium "Messiah" von 1741. Als harmonische Überleitung von D-Dur auf E-Dur nahm man das berühmte "Hallelujah" aus dem für die Passionszeit 2009 programmierten zweiten Teil hinzu: Ein Kunstgriff, der dem Chor Gelegenheit zur vollen Entfaltung gab. Doch nicht nur im Fortissimo dieses barocken Welthits zeigte sich, dass dieses Chorprojekt ein vielversprechendes ist: Homogenität, Textdeutlichkeit und dynamische Ausarbeitung ließen kaum Wünsche offen. […](Kronen Zeitung 12. 12. 2008)
Beginnend mit einem Magnificat von Johann Christian Bach, dem jüngsten Sohn des berühmten Musikers Johann Sebastian Bach, Bruckners „Locus iste“, faszinierend dargeboten von den ersten Akkorden bis zum letzten verschwebenden Ton in den Spitzbögen unserer gotischen Kirche bis zum Spiritual „I am His child“ des afro-amerikanischen Komponisten Moses Hogan wurde kultivierter Chorklang dargeboten.(Felix Kümmel, www.strassgang.at, Nov. 2008)
Keine Einzelstimme trat hervor, und vom stärksten Forte bis zum verhauchten Piano beherrscht der Chor alle Nuancen der Dynamik. Die zwei Gesänge aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“ (2004) sind nicht nur der Programmtitel, sondern wohl eine der speziellen und intimsten Gesänge des Chores.
So war der große Schlussapplaus des andächtig lauschenden Publikums wohl der spezielle Dank für den mehr als einstündigen Kunstgenuss.
[…] Das Finale der „styriarte“ am Schlossberg komplettierte die Beethoven-Hommage des heurigen Festivals. Nach einem „mozartisch“ klingenden ersten Satz der „Eroica“ und dem selten zu hörenden Klangpoem „Wellingtons Sieg“ (mit halbwegs gelungenen Kanonenschüssen aus der Dose) erfuhr die neunte Symphonie eine dramatisch-plausible Wiedergabe mit vier tadellos agierenden Vokalsolisten und einem gewaltigem Chorvolumen, für das der „Chorus sine nomine“ aus Wien sowie „pro musica“ und „mondo musicale“ aus Graz gemeinsam verantwortlich zeichneten.(WALTHER NEUMANN, Kleine Zeitung 24.07.2007)
REIN. Obwohl Bachs „Johannespassion“ in ihrer Vollkommenheit keiner Ergänzung bedürfte, muss man Markus Zwitter, dem Chef des temperamentvollen Chores "mondo musicale" zu seiner Idee gratulieren, eine hochkarätige Aufführung mit szenischer Pantomime zu verbinden. Unter der Regie von Erika Haring gelang zwölf Laiendarstellern eine berührende Darstellung der wichtigsten Szenen des Passionsgeschehens. Packend im Ausdruck Martin Fournier als Evangelist; mit samtener Stimme erwies sich Ewald Nagl als prädestiniert für den Jesus-Part. Gertraud Santner und Eva Maria Riedl ergänzten den Wohlklang mit innig vorgetragenen Arien. Die von [Markus Zwitter] umsichtig geleiteten Wiener Bachsolisten betörten mit Schönklang und Transparenz. […](Kleine Zeitung, 23.03.2005)
Graz. Knapp neunzig Chorsänger (pro musica und mondo musicale), ein groß besetztes "recreation"-Orchester und vier Vokalsolisten interpretierten unter Stefan Vladar im Stephaniensaal die gewaltige Konzertsaal-Totenmesse, die Antonin Dvořák 1891 geschrieben hat, ohne Larmoyanz. Die präzise Präparation durch die Chorleiter Gerd Kenda, der auch das Bass-Solo singt, und Markus Zwitter wird vor allem eindrucksvoll hörbar in den flüsternden Piani des Kyrie und in der "Quam olim Abrahae"-Fuge. […](Hansjörg Spies, Kleine Zeitung 18.07.2004)
Zur Eröffnung der "Neuberger Kulturtage" erklang ebenfalls am Samstag im spätgotischen obersteirischen Münster das Requiem des Jahresregenten Antonin Dvořák (vorausgegangen war eine Aufführung in Graz, am Sonntag folgte eine weitere im Stift St. Florian). […] Vor allem in den Chören "pro musica graz" und "mondo musicale" fand er [Stefan Vladar] ideale Interpreten für die Akustik des Kirchenraums. […] Zum Glanzpunkt geriet schließlich die gewaltige "Quam olim Abrahae"-Fuge; das Publikum dankte letztlich zu Recht mit begeistertem Applaus. […](Harald Haslmayr, die Presse 19.07.2004)
(Wolfgang Stern, Kleine Zeitung 10.11.2003)Der Chor "mondo musicale" (Leitung: Markus Zwitter) zählt bei uns zu den unverzichtbaren Ensembles dieser Art. Zusammen mit dem Orchesters des Haydn-Konservatoriums Eisenstadt wurde diesmal in der Grazer Mariahilferkirche Mozarts Requiem präsentiert, mit ausgewogenem Chorklang, aber einigen Problemen im Orchester. Die angenehmste Überraschung des Abends war die kurzfristig eingesprungene, aus Lettland gebürtige Sopranistin Silga Giruma.
Rein. - "Mondo musicale" ist immer mehr mit Qualität in Verbindung zu bringen. Der von Markus Zwitter gegründete und ausgezeichnet betreute Chor punktete in der Stiftsbasilika Rein mit einer hervorragenden Wiedergabe des "Deutschen Requiems" von Johannes Brahms. Den Chor, dessen Mitglieder mit Elan und sichtlicher Freude agieren, zeichnen eine gleichmäßige Stimmverteilung, eine Soprangruppe mit Durchhaltevermögen und insbesondere seine Pianokultur aus.(Wolfgang Stern, Kleine Zeitung 25.06.2002)Als Dirigent konnte Markus Zwitter die Spannung bis zum letzten Teil des Werkes halten, das er in der selten zu hörenden, aber von Brahms selbst stammenden Fassung mit Klavier zu vier Händen präsentierte, die von Birgit Schweighofer und Hannes Gill souverän umgesetzt wurde.
Als Vokalsolisten leisteten Sonja Lutz mit ihrem klaren Sopran und der Bariton Robert Schöck makellose Beiträge zum Gesamterfolg.